Drumset

Ich spiele Schlagzeug seit 1971, professionell seit 1979.

Obwohl immer schon dem modernen Jazz zugeneigt, spielte ich ab 1975 mit vielen Bands der traditionellen "Hamburger Szene" (fest u.a. mit den Blackbirds of Paradise, mit Gottfried Böttger, mit Norbert Susemihl's Arlington Annex und der Riverside Jazz Connexion). 1997 grün­dete ich die Mainstream-Swing-Band Avalon Casino Kings. Von 2005 bis 2015 war ich Schlag­zeuger der Swing Combi­na­tion. Gegen­wärtig bin ich aktiv bei den Swinging Ballroom Six, dem Swing Composers' Orchestra, dem Marc Löhrwald Nonett und mit Norbert Susemihl's Joyful Gumbo.

Foto von Thomas Altmann am Drumset
Foto: Stefan Theßenvitz

Ich habe mit vielen Musikern der ersten Nachkriegs­generation gespielt, wie Hans Haider, Ladi Geisler, Günter Fuhlisch, Stefan von Dobrczynski, Joe Sydow, Herb Geller, Paul Kuhn und Nana Gualdi.

Ich war einer der Hausschlagzeuger im Club Tropical Brasil (1981-85) und gehörte 1985 wahrscheinlich zu den ersten deutschen Schlagzeugern, die Songo und Salsa-Rhythmen auf das Drumset verlegten.

Mein eigenes Projekt ist zur Zeit das Blutone Sextet, mit dem ich mich seit 35 Jahren wieder dem Hard Bop und Post-Bop zuwende.

Bis auf anfänglichen Unterricht bei Otto Frahm und Manfred Sperling bin ich an Snare Drum und Drum Set stets mein eigener Lehrer und Mentor gewesen.


Percussion

Seit 1976 spiele ich diverse Perkussionsinstrumente mit Schwer­punkt auf latein­ameri­kanischer Musik.

Foto von Thomas Altmann an den Bongos
Foto: Steven Haberland

Meine Lehrer waren u.a. Bernardo Ball, Rodolfo "El Moro", José Luis Quintana "Changuito", John Santos, Nicky Marrero, Juan Bausta und John Amira (Vaudou drumming).

Im Jahre 1979 war ich Gründungsmitlied der ersten Hamburger Salsa-Band und spielte in der Folgezeit mit vielen anderen lokalen Gruppen. Darüberhinaus spielte ich u.a. mit Lu LaFayette's Wolfsmond, mit Eartha Kitt, Jesús Guerra, Olivia Molina, mit dem Orchester Frank Valdor, der NDR-Bigband, mit Joe Gallardo's Latino Blue und der Sonora 51. Zur Zeit bin ich Mitglied des erweiterten Lorenz Boesche-Trios.

Zu meinen eigenen Projekten gehörten die Percussion-Gruppen Cuero! Cuero! (ghanaische und afrocubanische Musik), Comparsa Malecón (cubanische Karnevalsmusik) und die Latin Jazz-Band Septeto Miramar.


Batá

Obwohl die Batá-Trommeln ebenso zur Familie der Perkussion gehören wie alle oben genannten Instrumente (einschließlich des Drumsets), sind sich Batá-Trommler ziemlich gewiß, daß dieses besondere Trommeltrio, das eng mit der traditionellen Yorùbá-Religion in Westafrika und Kuba verknüpft ist, einen ganzen Kosmos für sich bildet.

Mein erstes Batá-Set erstand ich 1988. Die ersten traditionellen afrokubanischen toques transkribierte ich selber, unterstützt und unterwiesen von meinen deutschen Kollegen Ralf Moufang, Ottmar Köhler und Andreas Molino, wie auch von den Kubanern Milian Galí, Francisco Hernández Mora "Pancho Quinto", Felix Navarro und Cristobal Larrinaga, sowie in Havanna von Angel Bolaños, Daniel Carbonell und Reimundo Sosa.

1994 gründete ich die Gruppe Ayé Ilu, die ich bis 2005 leitete. Sie bestand nicht nur aus einem Trommler-Trio, sondern auch aus Sängern und Tänzern und konzentrierte sich ausschließlich auf die música lukumí.

Foto von Thomas Altmann an der Iyá (Batá)
Foto: Marc Schultz-Coulon

1998 veröffentlichte ich das Buch Cantos Lucumí a los Orichas, das zu einem Standardwerk der Lukumí-Vokalmusik wurde.

Im Jahr 2005 wurde ich in Regla/Havanna offiziell zum Omoañá (Zeremonialtrommler in der Santería) eingeweiht und war damit befugt, geweihte Trommeln in Zeremonien zu spielen (was ich auch tat).

In Hamburg habe ich u.a. mit Juan "Petit" Ortíz und Arturo Martínez Cabrera und mit dem Pianisten Adonis González gearbeitet.


Weitere musikalische Erfahrungen

Professionalität erfordert ein hohes Maß an Vielseitigkeit, die mich in die Bereiche der Theatermusik, Studioarbeit, und auf Privatfeiern ebenso wie auf große Festival-Bühnen oder in Jazz-Clubs führten, mit allen Besetzungsgrößen (einschließlich Solo), zur Bauchtanzbegleitung, in Second-Line-Brassband-Paraden nach New Orleans-Vorbild, Top-40-Tanzkapellen, Country & Western-, Rhythm and Blues- und Rock'n'Roll-Bands, Klezmermusik und halb-Klassisches, mit und ohne Noten.

Chronologie

1971 - das erste Schlagzeug, die erste Schüler-Rock-Band; Unterricht bei Otto Frahm in Hamburg-Billstedt.

1975-1977 Unterricht für Kleine Trommel bei Manfred Sperling (Hamburger Konservatorium).

1976-1979 autodidaktische Anfänge mit Congas, Bongos und Timbales.

1979 Beginn der professionellen Musikerlaufbahn.

1980-1984 Gründungsmitglied der ersten Hamburger Salsa-Band (Papaya, später Tremendo Cumban mit dem berühmten cubanischen Sonero Jesús Guerra).

1981-1984 Schlagzeuger im Tropical Brasil auf der Reeperbahn in Hamburg-St. Pauli.

1982 Deutschland-Tour mit Lu Lafayettes Wolfsmond als Percussionist.

1984 Percussionist mit Eartha Kitt im Macadam-Theater in Hamburg;
Vierwöchige Studienreise nach Havanna, Cuba; Unterricht bei den Percussionisten der Gruppe La440 (Moro & Fósforo).

1984-1985 Aufenthalt in Heidelberg; Percussion mit der Band Salsa Mortal, Latin Drumset mit den Gruppen Caimán (Mannheim) und Orfeo (Hannover).

1986 Hausschlagzeuger im Country Palace auf der Reeperbahn (Country & Western Music).

1987 Theatermusiker am Theater für Kinder, Hamburg: "Das Dschungelbuch".

1988 Beginn des (zunächst autodidaktischen) Studiums der cubanischen Batá-Trommeln.

1988-1992 Hamburger Percussion-Gruppe Cuero Cuero!: Perkussionsmusik aus Cuba und Ghana.

1989 Theatermusiker bei "Hilfe, die Herdmanns kommen" vom Theater für Kinder, Hamburg.

1990 Theatermusiker bei "Der satanarchäo-
lügenialkohöllische Wunschpunsch" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

1991 Theatermusiker bei "Der Sturm" am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

1994 Gründung der Batá-Gruppe Ayé Ilú (bis 2005).

1997 Gründung der Hamburger Swing-Band Avalon Casino Kings;
Schlagzeug im Paul Kuhn-Trio mit Nana Gualdi in Schmidt's Theater in Hamburg.

1998 Veröffentlichung des Buches Cantos Lucumí a los Orichas.

2000 Gründung der Hamburger Latin-Jazz-Band Septeto Miramar (zunächst als Sextett).

2004 Schlagzeuger in "Sugar - Manche mögens heiß" am Altonaer Theater und in der Revue "Fifty-Fifty" in Schmidt's Tivoli in Hamburg.

2005 zweite Reise nach Havanna, Cuba; Batá-Unterricht bei Daniel Carbonell, Javier Márquez und Angel Bolaños; Einweihung zum Omóañá (Zeremonialtrommler der Santería).

2007 dritte Reise nach Havanna: Einweihung in die Regla de Ocha zum "Santero" (Olórisha).

2007 (bis heute) Lehrer für Latin Drumset an der Hamburg School of Music.

2008 vierte Reise nach Havanna; Batá-Unterricht bei Reimundo Sosa Reinoldes.

2009 Reise nach New York; Unterricht bei John Amira (Haitian Vodou Drumming).

2012 Einwöchiges Engagement mit Norbert Susemihl's "Night on Frenchmen Street" beim JazzAscona-Festival.
Fünfte Reise nach Havanna zur Einweihung in Ifá als Babalawo.

2016 Gründung des Blutone Sextet.